JugendSchach Ausgabe 06/2025
Liebe Leserschaft, wieder ist ein bedeutender Schachspieler von uns gegangen. Wir trauern um Vlastimil Hort, der Schwejk des Schachsports, zumindest wenn man ihn reden hörte. Obgleich jahrzehntelang in Deutschland lebend, behielt er diese Schwejksche Sprache. Auch durch sie wurde er vor allem einem größeren Publikum bekannt in der WDR-Fernsehsendung Schach dem Großmeister. Unvergesslich seine Kommentare zusammen mit seinem GM-Kollegen Dr. Helmut Pfleger. Ein starker Spieler, ein guter Buchautor, eine sympathische, freundliche, den Menschen zugeneigte Persönlichkeit. Im letzten Vorwort fragte ich, ob Sie nicht noch über etwas Freizeit verfügen und diese dem Deutschen Schachbund zur Verfügung stellen möchten, denn viele zu besetzende Ämter waren bis vor kurzem noch ohne Kandidat:innen. Und siehe da, es hat sich einiges getan. Vor allem aus der Schachjugend haben sich einige auf den Weg gemacht und wollen ihre in der Jugend gemachten Erfahrungen nun beim DSB einbringen. Mit Jannik Kiesel kandidiert der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen…
JugendSchach Ausgabe 05/2025
Liebe Leserschaft, was für ein schöner Erfolg für das deutsche Schach! GM Matthias Blübaum wurde zum zweiten Mal Europameister und sein Kollege in der Nationalmannschaft GM Frederik Svane gewann zudem den Vizetitel. Das lässt hoffen auf mehr, vor allem da aus dem Nachwuchs immer mehr junge Spieler nachrücken und auf sich aufmerksam machen. Wie zum Beispiel der Münchner Leonardo Costa, der gerade seine zweite GM-Norm in der Österreichischen Liga erzielte und das Erreichen des GM-Titels nur noch eine Frage der Zeit ist. Da passt es gut, dass jetzt die Zeit der Nachwuchsmeisterschaften anbricht. Im Mai finden an verschiedenen Austragungsorten die Deutschen Meisterschaften der Schulen in verschiedenen Altersklassen statt und in der Pfingstwoche dann der Höhepunkt des Nachwuchsschachs in Deutschland, die Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft in Willingen. Mal sehen, wen es da neu zu entdecken gibt. Denn auch Frederik Svane hat seine Laufbahn in Willingen beim Kika Turnier U9 begonnen. Wie überhaupt alle…
JugendSchach Ausgabe 04/2025
Liebe Leserschaft, war es perfekte Planung oder einfach nur Zufall? Am 8. März, dem Weltfrauentag, versammelten sich über zwanzig Frauen und Männer in der Jugendherberge Heidelberg um am Mädchenschachpatent der Deutschen Schachjugend teilzunehmen. Sie wollten sich darüber Gedanken machen, was die Vereine tun müssen, können um Mädchen und Frauen zu gewinnen und vor allem zu halten. Vor allem das letztere ist das eigentliche Problem. Denn dadurch, dass Schach jünger geworden ist, werden auch immer mehr Mädchen an das Schach herangeführt. Nur leider werden sie von der Schachorganisation auf allen Ebenen immer noch in Scharen vertrieben, da für viele ein weibliches Gesicht am Brett immer noch eine Zumutung ist. Und so sagte eine Teilnehmerin in der Feedbackrunde nicht zu Unrecht auch, dass sie positiv überrascht sei, dass so viele (ältere) Männer an dem Seminar teilgenommen haben und ihr Interesse zeigten, die Vereine für alle Geschlechter zu öffnen. Das Mädchenschachpatent ist nur…
JugendSchach Ausgabe 03/2025
Liebe Leserschaft, Schach bleibt in den Schlagzeilen der Medien und die Sportberichterstattung im Fernsehen bleibt beim Schach. Das ist toll, aber leider auch mit der Fußnote verbunden, ja Schach ist in den Medien, aber leider vor allem weil es mal wieder um Skandale, um Krach, um Funktionärsärger geht. Und das ist schade. Worum geht es? Um die neue Freestyle Grand Slam Serie mit dem Auftakt im norddeutschen Weissenhaus. Freestyle, die neue Herausforderung für die Top-Spieler, für die Weltelite. Wir Amateure haben diese von Bobby Fischer erfundene Variante bestimmt auch schon mal ausprobiert. Doch für uns ist das klassische Schach immer noch eine große Herausforderung. Für die Weltelite hingegen, was ich verstehen kann, ist Freestyle die neue Herausforderung. Bringt es sie doch mit den immer wieder neu ausgelosten Grundstellungen der Figuren ab von den ausanalysierten Eröffnungsvarianten hin zum neuen eigenen Denken. Mit dem Hamburger Unternehmer Jan Henric Buettner steckt zudem viel…
JugendSchach Ausgabe 02/2025
Liebe Leserschaft, Sonntagabend, Tagesschau um 20.00 Uhr, die Nachrichtensendung im Fernsehen. Es wird berichtet über die Fußball-Bundesliga und plötzlich wird ein Bild von Magnus Carlsen eingeblendet. Man ist in der Berichterstattung bei der Schachbundesliga angekommen. St. Pauli und die Nr. 1 der Welt machen es möglich. Im Fußball wie im Schach, St. Pauli kämpft darum den Abstieg zu vermeiden. Und bietet im Schach zumindest die Nr. 1 auf, was im Fußball nie möglich wäre. Und schon ist es eine Nachricht zur besten Sendezeit. Wunderbar! Leider ist die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel auch immer eine Zeit, in der von lieben Menschen Abschied genommen werden muss. Die Schachwelt trauert um Franz Jittenmeier, der die Schachseiten www.chess-international.com (Schach-Ticker) begründete und bis ins hohe Alter betraute. Ein Journalist, der auch vor einer kritischen Berichterstattung nicht zurückschreckte. Ebenso müssen wir von Dr. Robert Hübner Abschied nehmen. Ich hatte die Freude ihn persönlich kennenzulernen, als ich…





