Liebe Leserschaft,
das Schachjahr hat begonnen und der zumindest im Norden und Osten strenge Winter hat sogar auf die Schachturniere Einfluss genommen. In Hamburg ging im Januar teilweise nichts mehr, Schulen geschlossen, das öffentliche Leben eingeschränkt, was auch dazu führte, dass bei den traditionell im Januar startenden Hamburger Jugendeinzelmeisterschaften die ersten Runden ausfallen mussten. Und dabei denkt man doch, der Winter kann uns Schachspielenden nichts anhaben! Pustekuchen.
Also was tun? Den Fernseher einschalten und Schach schauen. In Erinnerung ist uns allen noch die Netflix Serie „The Queen‘s Gambit“.
Die Netflix-Serie hat dem Schach viele Fans beschert und das Bild des Schachs verändert. Die Serie war so erfolgreich, dass der Fernsehsender Arte im November 2025 eine über dreistündige Sendung gedreht hat, in der sich Lara Schulze, Georgios „The Big Greek“ Souleidis und Moderator Cedric „Doktor Whatson“ Engels über „The Queen‘s Gambit“, Schach und die Welt des Schachs unterhalten. In der Arte-Mediathek erschien jetzt zusätzlich eine 36-minütige Zusammenfassung mit Höhepunkten dieses langen Gesprächs. Auf der Nachrichtenseite von ChessBase kann man diese Zusammenfassung ansehen.
Die Netflix-Serie „The Queen‘s Gambit“ war eine der meist gesehenen Serien auf Netflix und hat zahlreiche Preise abgeräumt. Und daher hieß es für Netflix den Erfolg ausnutzen und nachzulegen. Dies geschah nun mit einer Schachdokumentation über die echte Königin des Schachs, über Judith Polgar. Seit Anfang Februar ist sie auf Netflix zu sehen.
Dokumentiert wird die Familie Polgar und die Karriere von Judith zur besten Spielerin der Welt, die es in die Top 10 der Weltelite schaffte und auch in einer Schnellschachpartie den Weltmeister Garry Kasparov schlug.
Ich persönlich bin immer gespalten beim Thema Polgar. Zum einen sind die Polgarschwestern tolle Persönlichkeiten und haben viel für das Schach getan und tun dies immer noch. Und doch stört mich weiterhin das elterliche Verhalten, die ihre Kinder als Testpersonen missbrauchten, um sich selbst etwas zu beweisen. Aber sei‘s drum, es lohnt die Dokumentation anzuschauen.
Und natürlich geht es in ihr auch um den berühmtesten Betrugsfall im Schach, als Garry Kasparov in der ersten schachlichen Begegnung mit Judith Polgar die „berührt-geführt Regel“ missachtete und dies dann auch noch filmisch festgehalten wurde. Natürlich bestritt er den Fehler, wie eigentlich alle, denen so etwas unterläuft, doch die Filmaufnahmen bewiesen das Gegenteil.
Schach ist und bleibt in aller Munde, und das ist auch gut so, wie ein ehemaliger Berliner Bürgermeister zu sagen pflegte.
Ich wünsche allen ein erfolgreiches, nicht zu kaltes Jahr 2026 und vor allem schöne Schacherlebnisse.
Bleibt gesund und zuversichtlich!
Ihr / Euer Jörg Schulz

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Titelfoto: : Lennart Ootes/Tata Steel Chess

