JugendSchach Ausgabe 04/2026

JugendSchach Ausgabe 04/2026

Liebe Leserschaft,

als ich kürzlich die Datei mit dem neuen Beitrag von Herbert Bastian zur Schachgeschichte öffnete, fielen mir sofort die Worte „12. DSB-Kongress 1900 in München“ ins Auge. DSB-Kongress. Früher eine ehrenwerte Veranstaltung. Immer durchgeführt mit einem hervorragend besetzten Schachturnier. Ja bei den Kongressen ging es noch um Schach! Man glaubt es kaum, schaut man sich die Kongresse der Neuzeit an.

Heute geht es um Eitelkeiten, Rechthaberei und Selbstdarstellung. Schach? Nebensache. Der eine fällt durch ständige Wortbeiträge auf, ohne etwas zu sagen zu haben. Ein anderer durch viele Interviews vorher und nachher, ohne etwas zu sagen zu haben. Der nächste freut sich riesig, schon rund 20 Jahre Landespräsident zu sein – es winkt die goldene Ehrennadel für ehrenamtliches Engagement – und schaut man in seinen Landesverband, dort geschieht seit rund 20 Jahren nichts. Wiederum der nächste bekleidet seit Jahren ein wichtiges Amt, ohne durch Aktivitäten aufzufallen. Deshalb ist er beliebt. Ist man aber wie Nadja Jussupow in ihrem Frauenreferat aktiv, führt tolle Veranstaltungen durch, entwickelt neue Ideen, fordert Gelder ein, Rechte für Aktivitäten, die in der Satzung verankert sind, dann eckt man an und ist unbeliebt.

Jetzt streitet man sich gerade im DSB über Rechtsfragen, ob ein Antrag auf die Einberufung eines außerordentlichen Kongresses, immerhin laufen die ehrenamtlichen wie hauptamtlichen Mitarbeiter:innen reihenweise weg, zulässig ist oder nicht. Spitzfindigkeiten, die vielleicht Amtszeiten verlängern, aber nichts, rein gar nichts für unseren Schachsport einbringen.

Die Basis des Deutschen Schachbundes, die Vereine, sie schütteln nur noch den Kopf und sind entsetzt. Längst ist der Zustand des DSB auch Thema in den Medien, nicht nur in den Schachmedien. Allen fällt auf, dass das deutsche Schach so gut dasteht, wie seit langem nicht, nur eben nicht die Ebene der Schachfunktionär:innen.

Was tun? Für die Vereine heißt es, weitermachen an der Basis, für unseren schönen Schachsport mit vielen Ideen und Veranstaltungen eintreten. Und hoffen, dass oben irgendwann mal Vernunft einkehrt. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Und wir von der Zeitung JugendSchach unterstützen die Vereine mit viel Material für eine gute Kinder- und Jugendarbeit, wobei auch die Erwachsenen von den vielen Lehrserien noch viel lernen können, um noch besser Schach zu spielen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern weiterhin viel Spaß mit JugendSchach und unserem Hobby Schach!

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Ihr / Euer Jörg Schulz

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Aktuelles

„Mut zum Zug“ Online-Turnier zum Weltfrauentag
Weiterer Erfolg für Christian Glöckler in Prag

Schachserien

Denken und Planen leicht gemacht Folge 55 – Der Rochadeangriff – Rochade mit Fianchettoläufer
(Teil 7) – Der Rückzug nach h8 (Teil 2)
Beiträge zur Schachdidaktik 221 – Schachdidaktische Modelle 84 – Der 12.DSB-Kongress
ChessBase – Schritt für Schritt Folge 12: Mausoptionen nutzen
Taktik Vorteil in 1 Zug
Taktik Matt / Vorteil in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler Matt in 4+ Zügen / Vorteil
Kombiecke: Kombis von der DVM 2025 Teil 2
Schachtaktik Mix 04/2026
Eröffnungsecke: Anti-Anti-Benoni mit 3….b5!?
Lösungen

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Titelfoto: : Screenshot / chessbase.com