Schachzeitung JugendSchach Ausgabe 02 2017

Nach der spannenden Weltmeisterschaft waren endlich mal wieder die Jugendlichen dran. Es hieß in Düsseldorf, in Borken bei Münster, in Magdeburg und in Neumarkt Deutsche Vereinsmeisterschaften in den Altersklassen U10 bis U20. Gespielt wird mit Vierermannschaften und nur in der Königsklasse U20 mit Sechserteams.
Für viele Vereine ist dies der Höhepunkt des Jahres. Mit der eigenen Jugend sich auf der bundesdeutschen Bühne präsentieren. Das hatte dann auch zur Folge, dass die DVM U10 komplett überlaufen war. Da gab es eine Warteliste.
Ich bekam kürzlich eine Mail zum Jahreswechsel, in der unter anderem stand: „Da ich ohnehin lieber in der Mannschaft spiele, sind das für mich die Aushängeschilder im Spielbetrieb der DSJ.“
Da ist er, der immer währende Streit. Was ist Schach? Schach ein Mannschaftssport, Schach ein Einzelsport? Die kritischen Geister sagen, Mannschaftskämpfe sind nur eine Ansammlung von Einzelpartien, das passt nicht zum Schach. Denn Schach ist und bleibt ein Einzelsport: Mann/Frau gegen Mann/Frau.
Und die Organisatoren haben viel dafür getan, Schach als Mannschaftssportart kaputt zu machen, indem sie die Aufstellung von Mannschaften so streng reguliert haben, dass man keine Möglichkeit mehr hat, wie es zum Mannschaftssport gehört, die richtige Aufstellung zu erarbeiten und zwar im Team gemeinsam. In den Niederlanden geht das noch. Da kann vor jedem Kampf neu gemischt werden. Wenn Brett eins sich nicht so stark fühlt, kann es an Brett fünf eingesetzt werden und so fort. Da trifft man sich auch vor dem Kampf mit dem Gegner zu einem Frühstück. Das ist Schach als Mannschaftssport. Und wer es schafft, ein Mannschaftsgefühl zu entwickeln, dass man also für einander spielt, kämpft, der kann sicher sein, den einen oder anderen Brettpunkt mehr einsammeln zu können.
Das Gegenteil bewies die deutsche Nationalmannschaft, die vor einigen Jahren Europameister wurde. Sie waren unter einander alle spinnefeind, keiner sprach ein Wort mehr als nötig war, und doch waren sie als Mannschaft bei der Addition der Einzelergebnisse stark.
Was stimmt also? Für die Vereine glaube ich sind die Mannschaftskämpfe wichtig. Ein Ausnahmetalent im Verein, ja schön und gut, für eine Mannschaft muss aber möglichst kontinuierliche Jugendarbeit im Verein geleistet werden. Was gar nicht so einfach ist, aber die Kernaufgabe von Jugendvereinen.

Egal was stimmt, in dieser Ausgabe finden sich alle Tabellen und kurze Berichte.

Viel Spaß mit diesem Heft und allen Lesern noch ein wundervolles Jahr 2017!

Ihr/Euer Jörg Schulz

 

 

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