Schachzeitung JugendSchach Ausgabe 09 2015

Diesmal greife ich etwas auf, das die Leser auch im DSJ-Forum hinten im Heft finden werden.
Eine Zuschrift von Walter Rädler, dem umtriebigen Schulschachvorantreiber aus Bayern, der auch gleichzeitig Vorsitzender eines großen Schachvereines am Rande von München ist. Er hatte schon vor einiger Zeit von einem Fall erzählt, der ein schönes Beispiel für Fairplay abgibt.

Dies ist die Geschichte:
„Im März 2015 leitete ich die Bayerische Schulschachmeisterschaft in Neumarkt Oberpfalz. Nach dem Turnier kam ein Turnierleiter zu mir und sagte, so etwas hätte er noch nie erlebt: Bei den Bayerischen Schulschachmeisterschaften stand in der WK III das Gymnasium bei St. Stephan aus Augsburg nach der letzten Runde als Sieger fest. Sie waren schon beim Urkunden ausfüllen, als der Betreuer der Augsburger Mannschaft zu ihnen kam und sagte, ein Ergebnis von ihnen ist falsch. Aufgrund dieses Fehlers verlor seine Augsburger Truppe den Bayerischen Meistertitel und die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.

Dies alles wusste Aleksandar Vuckovic, der besagte Betreuer, natürlich, als er dies meldete, keiner hätte es gemerkt. Ich habe mich bei ihm bedankt. „Walter, das war eine Selbstverständlichkeit“, meinte er hierauf. Ich bin stolz, dass ich Aleksandar Vuckovic seit vielen Jahren kenne und schätze, nach diesem Turnier mehr denn je, wie Sie sich vorstellen können.

Fairplay ist kein Wort, sondern eine Einstellung zum Sport, zum Leben.

Im Netz auf den vielen Seiten, auf denen am liebsten anonyme Menschen sich auslassen, fand man dazu folgende Bemerkung: Das ist ein gutes Beispiel für Fairplay, aber es ist auch eine Selbstverständlichkeit, und daher nicht erwähnenswert.

Natürlich stimmt das, wenn die Grundaussage, dass dies wirklich für jeden eine Selbstverständlichkeit ist, stimmt. Aber der Satz „Fairplay ist kein Wort, sondern eine Einstellung zum Sport, zum Leben“, ist leider eben kein Allgemeingut, wie man jeden Tag in den Medien, den Nachrichten lesen und hören kann. Darum ist es so wichtig, Menschen mit dieser Einstellung nach vorn zu rücken, in der Hoffnung, dass andere sich daran ein Beispiel nehmen und ihnen nacheifern.

Darum und ganz bewusst steht diese Geschichte gleich zweimal in dieser Zeitung, die sich ja auch und vor allem an Kinder und Jugendliche, ihre Trainer, Betreuer und Eltern richtet. Macht diese Einstellung zum Sport, zum Leben zu der Euren.

In diesem Sinne wünsche ich allen faire Schachpartien, faire Turniere und ganz viel Spaß mit dieser Ausgabe von JugendSchach!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr/Euer Jörg Schulz

Schachzeitung JugendSchach 9 2015 kaufen

JugendSchach-Ausgabe-09-2015-Titelseite

Schachzeitung JugendSchach 9 2015 kaufen

Schach spielen!

Aktuelles

Heino stellt sich und beeindruckt am Schachbrett!
Jugend trumpft groß auf beim 7. Gütersloher Sparkassencup!
Schulschachpokal Baden-Württemberg
DJEM 2015 – Nachlese 3

Schachserien

Taktik Matt / Vorteil in 1 Zug
Taktik Matt in 2 Zügen
Beiträge zur Schachdidaktik 108: Aufrollungspunkte 4. Art
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsschach
Kombiecke: Deutsche Jugendmeisterschaft 2015 Teil 2
Der Taktik-Detektiv, Folge 1/6
Schachtaktik 2015/9
Eröffnungsecke: Neue Entwicklungen im Wolga-Benkö Gambit
Lösungen

JugendSchach

Terminkalender

DSJ-Forum

Internationale Jugendarbeit – Japanaustausch
Gesellschaft – Kooperation mit terre des hommes
Schulschach – Qualitätssiegel Deutsche Schachschule
Gesellschaft – Fairplay im Sport
Gesellschaft – Zeichen setzen II
Mädchenschach – Kongress Mädchen- und Frauenschach
Termine – Termine – Termine

Schachzeitung JugendSchach 9 2015 kaufen