JugendSchach Ausgabe 12/2016
Die Weltmeisterschaften der „Kleinen“, also die der Jahrgänge U8 – U12, sind erfolgreich in Batumi / Georgien über die Bühne gegangen. Ohne Medaillen für Deutschland aber mit zufriedenstellenden Leistungen. Damit haben die jugendlichen Leistungssportler erstmal Pause. Es warten noch in den letzten Dezembertagen die Deutschen Vereinsmeisterschaften auf viele, viele Mädchen und Jungen, denn es wird in den Kategorien U10, U12, U14 und U14w, U16, U20 und U20w gespielt. Da bleibt für viele nicht viel Zeit unterm Weihnachtsbaum, denn die Meisterschaften starten mit der Anreise am 26. Dezember. Hat auch was Gutes, die Zeit des Essens und Futterns wird dadurch knapper! Richtig ernst geht es derzeit bei der echten, einzigen Weltmeisterschaft zu, die in New York zwischen Magnus Carlsen, dem Weltmeister, und Sergej Karjakin, dem Herausforderer, stattfindet. Ich weiß nicht, ob von mir Neutralität erwartet wird, aber ich gebe frank und frei zu, dass ich inständig hoffe, dass Magnus gewinnt und…
JugendSchach Ausgabe 11/2016
Der Bundesnachwuchstrainer meinte seine Berichterstattung mit der Überschrift „Warum Dimitrij Kollars nicht Weltmeister wurde“ betiteln zu müssen, was schon zeigt, dass diesmal keine Titel bei der Jugendweltmeisterschaft, die kürzlich endete, gefeiert werden konnten. Und das obgleich die älteren Jahrgänge – also auch die U16 – dran waren. Die jüngeren Altersklassen folgen demnächst. Was war geschehen? Die Antwort lautet wie im letzten Vorwort: Nichts Besonderes. An der Ausrichtung lag es nicht, schlecht geschlafen wurde auch nicht, die anderen waren bei diesem Turnier einfach besser. Und warum dann die Überschrift? Weil Dimitrij tatsächlich ständig oben dabei war und gute Chancen hatte auf das berühmte dreistufige Treppchen zu steigen, doch die letzten Runden waren Runden der vergebenen Chancen. Leider. Schach mal von einer ganz anderen Seite zeigte der Klassiker „ZDF- Drehscheibe“. In einem vierminütigem Filmbeitrag berichtete das ZDF vom Schachklub Königsjäger Hungen aus Hessen, der sich sehr stark in der Integrationsarbeit von Flüchtlingen…
JugendSchach Ausgabe 10/2016
Oh je, jetzt geht die Diskussion wieder los, sind wir nicht mehr wettbewerbsfähig, können wir nicht mehr mithalten international, brauchen wir noch mehr Geld für den Leistungssport nach dem Motto Geld macht Sieger, muss in der Jugendförderung jetzt alles auf den Kopf gestellt werden, damit wir im Erwachsenenschach mithalten können? Was ist passiert? Eigentlich nichts Besonderes, die beiden Olympiamannschaften des Deutschen Schachbundes sind durch Niederlagen in den letzten Runden im Schweizer System der Schacholympiade auf hintere Plätze verwiesen worden. Im offenen Turnier (Männer) wurde die DSB-Auswahl 37. mit 13 Mannschaftspunkten (6 Siege, 1 Unentschieden und 4 Niederlagen) und bei den Frauen kam ein 31. Platz heraus mit ebenfalls 13 Mannschaftspunkten 5 Siegen, 3 Unentschieden und 3 Niederlagen. Und das obgleich das Ziel lautete, besser als der Setzplatz einzulaufen. Bei den Männern war das Setzlistenplatz 13 und bei den Frauen Platz 10. Aber es gibt ja auch Top-Nachtrichten aus dem Leistungsschach.…
Martin Weteschnik: Schachtaktik Jahrbuch 2017
Der bekannte Schachautor und FIDE Meister Martin Weteschnik führt den Leser nach einem Rückblick ins Jahr 1916 durch das Geschehen des Schachjahres 2015/16. Wieder war das Jahr angefüllt mit spannenden und hochkarätigen Schachereignissen in Hülle und Fülle: World-Cup in Baku, London Classic, Top-Open Doha mit Weltmeister Magnus Carlsen, Wijk aan Zee, Blitz- und Rapid-WM in Berlin, Europa-Mannschaftsmeisterschaft in Reykjavik, Kandidatenturnier in Moskau, Altibox Norway Chess Superturnier in Stavanger und dem Sinquefield Cup in St.Louis, wo „Schachrentner“ Garry Kasparow sich auf ein Blitzmatch mit der jungen Supergroßmeister-Generation einließ – und zeigte, dass er es noch immer kann! Der Leser kann miterleben, wie die besten Spieler der Welt um die Spitze kämpfen und immer mehr junge Spieler für Furore sorgen, darunter besonders die Chinesen. Der Autor stellt die besten Kombinationen aus diesen Ereignissen ausführlich kommentiert vor und präsentiert dem Leser in den Rubriken: „Bundesliga & andere Mannschaftskämpfe aus nah und fern“; „Schach…
JugendSchach Ausgabe 09/2016
Schlafmangel ist derzeit hoch im Kurs. Oder wie geht es ihnen? Lassen sie sich noch vom Glanz der Olympiade in den Bann ziehen und bleiben für das Finale 100 m nachts bis 3.30 Uhr auf, um dann unausgeschlafen in den nächsten Tag zu gehen? Mir zumindest geht es so. Bei Olympia reizt vor allem die Stimmung und die Vielzahl von Sportarten, die man miterleben kann und die eigentlich nur alle vier Jahre mal im Mittelpunkt des Interesses stehen. Und wie schön wäre es, wenn dann auch Schach dabei zu sehen wäre! Bei mir ist die Freude also noch vorhanden. Bei vielen anderen nicht mehr. Denn vieles läuft schief im Sport. Die Skandale um Doping, um Betrug, Bestechung, Manipulation, die Abhängigkeit des Sports von der Politik, der Justiz rauben einem fast alle Lust am Sport. Wobei das ja eigentlich für die Teilnahme von Schach bei der Olympiade spricht. Denn da können…