JugendSchach Ausgabe 07/2024
Liebe Leserschaft, das waren sie also, die Deutschen Meisterschaften der Kinder und Jugendlichen, im Schulschach über alle Klassenstufen hinweg, und im Einzel in den Altersklassen U8 bis U25. Dafür wird geübt, trainiert in den Vereinen, in den Schulen. Ein Jahr lang, unterstützt von vielen Ehrenamtlichen aber auch von professionellen Trainer:innen. Tolle Ausrichtungen ließen die Herzen höher schlagen und motivierten sich weiter anzustrengen. Den höchsten Motivationsfaktor haben wie immer die Deutschen Jugendmeisterschaften mit ihren spektakulären Angeboten. Alles, was Rang und Namen hat im Jugendschach versammelt sich dort. Und so kann man dieses Zusammentreffen auch nutzen um zum Beispiel Ausbildungsgänge durchzuführen, Ehrungen vorzunehmen. Man konnte sich als Schiedsrichter ausbilden lassen, oder in verschiedenen Patenten um besser im Bereich der Vereine, der Schulen, im Kinderbereich arbeiten zu können. Mit den Verleihungen vom Goldenen Chesso wird das Ehrenamt ausgezeichnet wie auch die Spieler und Spielerinnen des Jahres. Die zentrale Deutsche Jugendmeisterschaft bietet dafür die…
JugendSchach Ausgabe 06/2024
Liebe Leserschaft, gerade bin ich zurück von der Deutschen Schulschachmeisterschaft für Grundschulen in Willingen. Es war wie immer ein herausragendes Erlebnis diesen jungen Kindern bis einschließlich vierter Klasse beim Spielen zuzuschauen und ihnen dabei zu helfen. Diese Freude und Begeisterung beim Spiel. Und diese Ehrlichkeit und dieses natürliche Fairplay im Spiel, das ihnen dann nach und nach von ehrgeizigen Erwachsenen abgewöhnt wird. Die Kinder wollen nicht durch Schiedsrichterentscheidungen oder Unzulänglichkeiten gewinnen, sondern durch ihre Leistung auf dem Brett. Ein Beispiel: In einer Partie droht dem einem Spieler der Verlust der Partie durch wiederholte Fehler bei der Durchführung seiner Züge. Der Schiedsrichter muss nun androhen, dass beim nächsten falschen Zug die Partie verloren ist. Das möchte der Gegner aber nicht und meint, er möchte, dass weitergespielt werden soll. Eben eine Entscheidung durch schachliche Leistungen am Brett und nicht durch Eingriffe von außen. Wunderbar! Und warum nur versuchen die Erwachsenen den Kindern…
JugendSchach Ausgabe 05/2024
Die Deutsche Schachjugend hat sich in den zurückliegenden Jahren sehr viele Gedanken gemacht, wie sie stärker die Zielgruppe Mädchen für Schach interessieren, gewinnen und halten kann. Viele Projekte sind von der deutschen sportjugend unterstützt worden und so kam es, dass die dsj bei der Deutschen Schachjugend angefragt hatte, ob wir nicht über unsere Erfahrungen und Lehren einen Fachbeitrag für die Fachzeitschrift der deutschen sportjugend schreiben könnten. Natürlich haben wir das Angebot angenommen und so kam es zu meinem Artikel über Mädchenschach: https://rdcu.be/dDJ8G In dem Artikel habe ich die Entwicklung des Mädchenschachs skizziert und die Überlegungen dargelegt, die innerhalb der DSJ angestellt wurden um mehr Mädchen zu gewinnen. Vor allem haben wir uns auf die Interessenslage, die Wünsche von Mädchen eingelassen und dafür gezielte Projekte entwickelt wie die Mädchencamps, die Betreuerinnenausbildung und vieles mehr. Da passt gut hinein, was kürzlich im Newsletter von Walter Rädler stand. Da hatte Eddy Bruns geschrieben:…
JugendSchach Ausgabe 04/2024
Erfreuliches aus dem Bereich Frauenschach des Deutschen Schachbundes war zu vernehmen. Jahrelang spielte der DSB eine Internationale Offene Deutsche Frauenmeisterschaft aus, die diesen Namen nicht verdiente. Im Gegenteil, es war eine an Peinlichkeit kaum zu überbietende Veranstaltung. Nun aber räumt die neue Frauenreferentin des DSB, Nadja Jussupow, auf und schaffte es eine den Namen verdienende Internationale Offene Deutsche Frauenmeisterschaft in Augsburg auf die Beine zu stellen. Die Vereine, die in der Frauenbundesliga vertreten sind, warben anscheinend bei ihren Spielerinnen für diese Meisterschaft, so dass eine starke Besetzung zustande kam. Zwar führte das am Ende dazu, dass erst auf Platz 5 eine deutsche Spielerin einlief, aber immerhin war es eine Jugendspielerin. Antonia Ziegenfuß trumpfte lange Zeit auf, führte das Feld an und musste sich erst in den letzten beiden Runden geschlagen geben. Auch Charis Peglau als weitere Jugendspielerin setzte einige Ausrufezeichen. So schlug sie gleich in der ersten Runden die spätere…
JugendSchach Ausgabe 03/2024
Ein Freund aus dem Sportbereich, der nur Hobbyschachspieler ist, aber ansonsten eher dem Fußball zugeneigt, schickte mir einen Zeitungsartikel der FAZ, in dem ausführlich über das Top-Turnier an der Ostsee berichtete wurde, mit der Frage, was hältst du denn davon? Er meinte mit der Frage, was denn von der Idee zu halten ist vom klassischen Schach abzugehen und die Grundstellung frei auszulosen. Im Fußball wäre das dann so, dass man zwischendurch den Ball in die Hand nehmen darf, ergänzte er. Diese Aufmerksamkeit beim Leser, die der Zeitungsartikel erzeugte, zeigt mir wieder, wenn die Veranstaltung interessant ist, wird Schach wahrgenommen und die Medien berichten. Es muss halt was zu berichten geben. Und das ist eben nicht der Schachalltag in irgendwelchen Ligen. Nun zur Frage, was von der Idee zu halten ist, vom klassischen Schach abzuweichen? Ich habe mir noch keine abschließende Meinung gebildet. Als Ergänzung ja, als ein eigener Zweig ja,…