Schachzeitung JugendSchach Ausgabe 05 2017

Das war doch mal wieder eine tolle schachliche Nachricht, eine Vierzehnjährige, fast fünfzehnjährig, gewinnt die Deutsche Frauenmeisterschaft des Deutschen Schachbundes. Jana Schneider heißt die Glückliche, der das gelang und damit in ganz große Fußstapfen trat, denn bisher war nur eine Spielerin als Deutsche Meisterin jünger, das war Elisabeth Pähtz.
Da überschlagen sich dann ja die Medien, so wie man das aus dem Sport gewohnt ist, wenn eine Jugendliche den Arrivierten ein Schnippchen schlägt und an ihnen vorbeizieht. Und tatsächlich gab es im Bayerischen Rundfunk gleich zwei Fernsehberichte, die sich ganz um Jana Schneider drehten. Da hatten die Redakteure ein gutes Händchen und Gespür.
Aber sonst? Im Schach scheint einiges anders zu sein. Selbst der Vater der Meisterschaft versteckte das auf seiner Homepage so gut, dass es nur Insider finden konnten. Eine sichtbare Berichterstattung, mit der die sich anbahnende Sensation begleitet wurde, fand nicht statt.
Das war schade. Auch für den Ausrichter, der eine hervorragende Arbeit leistete und einen hervorragenden Rahmen für diese Meisterschaft beisteuerte. Der wird sich auch gedacht haben, dafür hätte Papa zumindest berichten können, das Risiko überlässt er ja schon mir als Ausrichter.
Noch schlimmer dann, dass Mädchen und Frauen, die darüber sprachen, meinten, das sei normal, Frauenschach zählt halt nicht. Dabei wurde doch gerade verkündet, dass es wieder mehr Mitglieder in den Vereinen gibt und der Grund dafür ist, dass mehr Mädchen und Frauen für den Schachsport gewonnen werden.
Die Deutsche Schachjugend hat ein aktuelles Plakat herausgebracht. Unter dem Motto „Wir spielen Schach“ haben sich viele Frauen und Mädchen von aktuellen Nationalspielerinnen über Trainerinnen bis hin zu jungen Anfängerinnen ablichten lassen, um die Breite des weiblichen Schachs in den Vereinen zu zeigen.
Vielleicht hilft das ja ein wenig, die Aufmerksamkeit auf das weibliche Schach zu lenken. Denn wahrnehmen sollte man sie schon, die Leistungen nicht verschweigen. Und korrekt behandeln, siehe mein Vorwort von der letzten Ausgabe.

In diesem Sinne rufe ich alle Vereine auf, stärkt das Mädchenschach!

Ihr/Euer Jörg Schulz

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Jana Schneider gewinnt Deutsche Frauenmeisterschaft des DSB

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Beiträge zur Schachdidaktik: Zusammenspiel der Figuren – Türme und Springer gegen Türme und Läufer (taktische Duelle mit Vorteil für den Springer)
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