Archiv des Autors: JugendSchach

JugendSchach Ausgabe 04/2021

Drücken wir alle die Daumen, dass es wieder vorwärts geht, draußen ohne Kontakt dürfen wir ja wieder spielen, warum nicht auch Schach? Wenn die Sonne scheint und ein heißer Tee oder Kaffee zur Hand ist, dann geht es!

In der zweiten Ausgabe dieses Jahres habe ich im DSJ-Forum über die Initiative der Deutschen Schachjugend informiert, in den Texten eine geschlechterneutrale Sprache einzusetzen. Diese Schreibweisen, die DSJ hat sich für den Doppelpunkt in den Worten entschieden, wird von immer mehr Medien aufgegriffen und man kann es immer öfter auch in Rundfunk und Fernsehen hören. Klar ist auch, dies gefällt nicht jedem, wird doch mit Traditionen gebrochen.

Dieser Tage erreichte mich nun der Leserbrief eines langjährigen Abonnenten von JugendSchach, der die schachlichen Inhalte, er ist selbst Jugendtrainer, lobte, sich dann aber beschwerte, dass nun auch in JugendSchach „dieser Gendersprech“ verwendet wird.

Er schreibt: „Mir ist jetzt gerade aufgefallen dass Sie auch diesen unmöglichen Gendersprech anwenden, Spieler:innen und so weiter. Ich frage mich ernsthaft, wieso etwas eingeführt wird, das niemand, aber absolut niemand in meinem Bekanntenkreis und nur eine ganz kleine Minderheit in der Bevölkerung befürwortet.
Es ist das Projekt einiger übergeschnappter Politiker, die die Bevölkerung in eine bestimmte Richtung erziehen wollen. Ich kenne wirklich niemanden der das befürwortet! Warum machen Sie das? Es ist einfach eine Vergewaltigung der deutschen Sprache.“

Ich finde, dass es gerade uns Schachspielenden gut ansteht, wenn wir auch in der Sprache darauf achten, alle Geschlechter geleichberechtigt anzusprechen und es nicht zulassen, dass das weibliche Geschlecht in den männlichen Begriffen „mitgedacht“ wird. Schach ist traditionell eine männlich geprägte Sportart, in der Mädchen und Frauen wie selbstverständlich in den Vereinen, bei Turnieren diskriminiert werden. „Du spielst wie ein Mädchen“, „das ist ein Mädchenzug“, „der Punkt ist deiner, du spielst gegen ein Mädchen“ sind gängige Sprüche, die leider sehr oft auch von Trainern – diesmal bewusst männlich – benutzt werden.

Der Leser schreibt dann weiter in seinem Brief „ich habe meinen Schülern immer Werte beigebracht, die jahrzehntelang Gültigkeit besaßen und über die sich niemand beschwert hat. Warum man jetzt anfängt die Menschen neu erziehen zu wollen, ist mir schleierhaft. Ich werde mich jedenfalls diesbezüglich nicht verändern und meine Art der Normalität weiterleben.“

Werte, Normen sind nicht starr, sie verändern sich über Jahrzehnte, Jahrhunderte. Meine Mutter benötigte noch die Erlaubnis ihres Ehemannes, wenn sie arbeiten wollte, und sie bekam ein Taschengeld von ihm ausgezahlt. Damals Norm und gesetzlich geregelt.

Zum Glück ändern sich Werte und wir tun gut daran, uns kritisch damit auseinanderzusetzen und positive Änderungen aufzugreifen. Und 50 Prozent der Bevölkerung auch durch Sprachanwendung ernst zu nehmen und gleichberechtigt zu behandeln, erscheint mir sinnvoll.

In diesem Sinne wünsche ich dem Leser und auch allen anderen weiterhin viel Spaß mit JugendSchach!

Ihr / Euer

Jörg Schulz

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Schach spielen!

Aktuelles

Frederik Svane und Tobias Kölle top beim Gründungsturnier
Österreich stellt verrückteste Mädchen u. Frauen
SJ NRW Sieger beim Jugendländervergleich

Schachserien

Lernen von den Klassikern: Wie man gewonnene Endspiele nicht gewinnt
Eröffnungsecke: Sizilianisch Najdorf – Moderne Bauernraubvariante
Taktik Matt / Bauerngewinn in 1 Zug
Taktik Matt / Vorteil in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler Vorteil / Matt in ?
Kombiecke: DEM in Willingen 2020 Teil 2
Beiträge zur Schachdidaktik 169: Schachdidaktische Modelle 32 – D‘Orvilles Schachaufgaben
Schachtaktik Mix 04/2021
Lösungen

JugendSchach

DSJ-Forum

Deutsche Schachjugend – neuer Geschäftsführer
Deutsche Schachjugend als eingetragener Verein
Unterstütze die DSJ
Themenwoche Fairplay
Themenwoche Mädchen- und Frauenschach
Leistungssport – Grünes Band für vorbildliche Talentförderung
Ehrenamt – Ehrenamts-Fotochallenge
Termine – Termine – Termine

Titelbild von PublicDomainPictures auf Pixabay

JugendSchach Ausgabe 03/2021

Ein Feuerwerk von Aktivitäten – alles natürlich derzeit online – wird im Monat Februar von der Deutschen Schachjugend abgebrannt.

Anlass ist die Umgründung der Deutschen Schachjugend innerhalb des Deutschen Schachbundes in einen eingetragenen Verein (e.V.). Dieser Prozess ist demnächst abgeschlossen und die DSJ will zeigen, dass sich an ihren Aktivitäten nichts, aber auch gar nichts ändert. Sie bleibt der Motor des Schachsports in Deutschland.

Im DSJ-Forum – das Mitteilungsblatt der DSJ – finden sich viele Informationen dazu. Ein besonderes Ereignis wird das Duell im Scheveninger System am 27.02. sein, bei dem 10 Nationalspielerinnen und Nationalspieler gegen 10 Jugendliche der DSJ antreten werden. Die Jugendlichen haben sich dafür in vier Vorturnieren qualifiziert.

Es ist ein schönes Zeichen, dass sich die heutigen Titeträger und Top-Spieler:innen gerne an ihre Jugendzeit bei der DSJ erinnern und für Aktionen der DSJ jederzeit bereit stehen. Noch hat die DSJ das Geheimnis um diese 10 Spieler:innen nicht gelüftet, die Namen werden Woche für Woche bekannt gegeben. Dabei sein werden aber unter anderen GM Vincent Keymer, GM Rasmus Svane, GM Matthias Blübaum, WGM Melanie Lubbe, FM Lara Schulze, FM Jana Schneider.

Georgios Souleidis wird auf seinem YouTube-Kanal den Wettkampf kommentieren, und natürlich kann man ihn, auch im Nachherein noch, auf dem Twitch-Kanal der DSJ verfolgen.

Neu entwickelt hat die DSJ auch Formate für die Fortbildung von Ehrenamtlichen, die die Arbeit in den Vereinen und Schulen aufrechterhalten. Kürzlich fand mit über 80 Teilnehmenden ein BarCamp statt. Im Februar gibt es pro Woche zwischen zwei bis drei Vereinsforen zu allen Themen der Jugendarbeit. Es werden um die 250 Teilnehmenden erwartet, was wiederum zeigt, der Bedarf für Fortbildungsformate ist vorhanden. Auf der Homepage der DSJ findet man immer die aktuellen Termine und man kann sich über den Terminkalender auch gleich zu jeder Veranstaltung online anmelden.

Das Turnierschach findet leider auch weiterhin nur online statt. Aber auch da bieten sich den Schachspielenden wöchentlich viele Möglichkeiten. Viele Anbieter sind aktiv. Freie Veranstalter, Vereine, Landesschachjugenden und die DSJ. Der DSB ist mit seiner Deutschen Schach-Online-Liga ebenfalls stark vertreten.

Viele Turniere, und doch sehnt sich der Schachspieler nach Präsenzveranstaltungen. Denn das direkte Duell zweier Menschen, die sich gegenübersitzen und gegeneinander Schach spielen, ist doch immer noch das Salz in der Schachsuppe.

Die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern viel Spaß und lehrreiche Stunden mit dieser Ausgabe von JugendSchach.

Ihr / Euer
Jörg Schulz

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Schach spielen!

Aktuelles

Rege Beteiligung beim Gründungsturnier U12
1. Deutsche Lehrermeisterschaft online
GM Michael Bezold stellt sich im Simultan der DSJ
Patt bei der Länderliga
NRW gewinnt das erste Girls-Battle

Schachserien

Lernen von den Klassikern: Wie man gewonnene Endspiele gewinnt
Eröffnungsecke: Caro-Kann Zweispringersystem
Taktik Matt / Gewinne eine Leichtfigur in 1 Zug
Taktik Matt in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler: Matt in 4
Kombiecke: Deutsche Jugendmeisterschaft in Willingen 2020
Beiträge zur Schachdidaktik 168: Schachdidaktische Modelle 31 – Anderssens Schachaufgaben
Schachtaktik Mix 02/2021 – Kombinationen aus aller Welt
Lösungen

JugendSchach

DSJ-Forum

Deutsche Schachjugend als eingetragener Verein
Helfer:in des Tages
Themenwoche Ehrenamt / Verein
Unterstütze die DSJ
Ehrenamt – weibliche Schiedsrichterinnen
Gesellschaft – Weltspieltag
Verbandssport – Rücktritt des Vorsitzenden der dsj
Termine – Termine – Termine

Titelbild von Angela Bedürftig auf Pixabay

JugendSchach Ausgabe 02/2021

Das Jahr 2020 endete versöhnlich mit einem Paukenschlag.
Bei der Online Jugendweltmeisterschaft konnte Frederik Svane U16-Weltmeister werden. Ein weiterer schöner Erfolg für das deutsche Jugendschach! Über die Hintertür, keiner der über 20 deutschen Starter:innen konnte sich beim europäischen Qualifikationsturnier einen WM-Startplatz sichern, kam Frederik Svane ins Teilnehmerfeld. Er erhielt kurzfristig als Vierter des Europaturnieres einen Freiplatz, und zog bei der WM dann von Sieg zu Sieg.

Damit endete ein verrücktes Schachjahr dann doch noch erfolgreich.

Welche Folgen das Corona-Schachjahr 2020 für den Schachsport haben wird, ist schwer abzusehen und man wird es noch nicht beurteilen können. Mit Spannung sah man den aktuellen Mitgliederzahlen des Deutschen Schachbundes entgegen. Im Jugendbereich ist
ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Nun gibt es im Kinder- und Jugendbereich immer eine Fluktuation, aber eben eine Fluktuation, also Austritte und Eintritte. Um Eintritte zu ermöglichen, fehlte es den Vereinen jedoch an Möglichkeiten sich zu präsentieren, Schach als Wettkampf erlebbar zu machen. Oder fehlte es den Vereinen nur an Ideen?

Denn zugleich kann man überall lesen und erfahren, dass Schach boomt. Im Sport gelten die Schachsportler als die Profiteure der Pandemie. Noch nie erlebte der Schachsport ein solch mediales Interesse, eine so große Aufmerksamkeit. Doch wie nutzt man diesen Boom für den Verein um die Ecke? Wie werden aus Menschen, die anscheinend den Spaß am Schach
online gewinnen, Mitglieder in Vereinen? Haben doch jetzt schon die meisten Vereine Probleme ein facettenreiches Angebot für die verschiedenen Interessen der Mitglieder aufzubauen.

Die freie, ungebundene Schachwelt wird größer und größer, der organisierte Schachsport kleiner und kleiner?

Die vielfältigen Aufgaben, vor denen wir im Schachsport stehen, sind größer und nicht kleiner geworden und die Herausforderungen setzen sich fort, Corona ist noch lange nicht besiegt!

Trotzdem, die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern ein erfolgreiches neues Jahr mit einer festen Konstante: JugendSchach wird alle wiederum durch das Jahr mit 12 Ausgaben begleiten.

Dies verspricht zusammen mit allen Autoren

Ihr / Euer
Jörg Schulz

 

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Schach spielen!

Aktuelles

Frederik Svane Jugendweltmeister
Deutsche Vereinsmeisterschaften online
Spieler und Spielerinnen des Jahres gewählt

Schachserien

Lernen von den Klassikern: Die 12 Grundprinzipien des Endspiels
Eröffnungsecke: Geheimnisse des Igels Teil 3
Taktik Vorteil / Matt in 1 Zug
Taktik Matt / Vorteil in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler Matt in 3 / Vorteil
Kombiecke: Gewinner Weihnachtsquiz / DLM Berlin 2020 Teil 2
Beiträge zur Schachdidaktik 167: Schachdidaktische Modelle 30 – Evans-Gambit
Schachtaktik Mix 02/2021
Lösungen

JugendSchach

DSJ-Forum

Gesellschaft – Freiwilligendienste im Sport
Gesellschaft – Freiwilligendienste im Schachverein
Gesellschaft – geschlechtergerechte Sprache
Gesellschaft – Handlungsleitfaden Safe Sport
Gesellschaft – Übungsleiter:innen-Pauschalen steigen
Öffentlichkeitsarbeit – Schach boomt
Kinderschach – YouTube Kinderschachkanal
Corona und seine Folgen

Titelbild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

JugendSchach Ausgabe 01/2021

Was zu befürchten war, ist leider eingetreten, der Lockdown wird verlängert, verlängert, eventuell sogar noch verschärft. Der Schachsport verlagert sich wieder ins Netz. Leider, denn nicht für alle ist das eine wirkliche Alternative. Und es vermehren sich die Stimmen aus den Vereinen, dass sich Spielerinnen und Spieler abmelden. Droht ein größerer Mitgliederverlust?

Die Gemengelage ist undurchsichtig. Zum einen erfährt Schach einen regelrechten Boom vor allem in der Medienaufmerksamkeit, zum anderen ziehen sich Spielerinnen und Spieler zurück, die am Schach auch das Gesellige, das Miteinander im Verein suchen, und dies ist meist nicht die Leistungsspitze im Verein, sondern der so wichtige Unterbau, ohne den ein Verein nicht leben kann. Hier müssen die Vereine Strategien suchen, wie man den Kontakt trotz Corona aufrechterhalten kann, auch wenn das nicht einfach sein wird.

Die Onlineangebote scheinen eher was für die Leistungsorientierten zu sein. Das sieht man auch an der Onlineliga für Vereine des Deutschen Schachbundes. Die Mannschaftskämpfe sind für Vereine und das Vereinsleben das Kernstück. Für so manchen sind sie im Verein die einzige Aktivität. Schaut man sich hingegen die Beteiligung bei der Onlineliga an, so sieht man schnell, sie kann keine Alternative für die Mannschaftskämpfe sein.

Und doch hat man eine Alternative? Immerhin sind wir in der glücklichen Lage, unseren Sport online ausüben zu können. In den meisten anderen Sportarten sieht es viel dramatischer aus.

Drum sei an dieser Stelle auf viele Aktivitäten im Netz hingewiesen, die überall angeboten und jetzt wieder gesteigert werden. So auch bei der Deutschen Schachjugend, die ein Alternativprogramm zu den verschobenen Deutschen Vereinsmeisterschaften in der letzten Woche des Jahres anbietet, die die online Mädchen- und Frauenangebote wieder hochfährt, die Samstagshow „Du und die DSJ“ auf ihrem Twitch-Kanal wieder aufnimmt, eine Sendung, in der von früheren Meisterinnen und Meistern auf die Deutschen Jugendmeisterschaften zurückgeblickt wird.

Ein besonderes Jahr geht zu Ende, das uns allen viel abverlangt hat. Beim Jahreswechsel nimmt man sich ja immer viel vor, wünscht sich viel. Diesmal wird uns wohl der Wunsch einen, dass dieses Jahr schnell überwunden wird und wir möglichst viel Normalität zurückgewinnen. Dabei muss uns auch klar sein, so wie früher wird es nicht mehr sein.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern trotz alledem ruhige, besinnliche Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ihr / Euer

Jörg Schulz

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Schach spielen!

Aktuelles

Deutscher Jugend Online Cup
Online Städtevergleichskampf Moskau – Berlin

Schachserien

Lernen von den Klassikern: Weiße Geheimnisse in der Karlsbader Struktur 2/2 Schwarze Geheimnisse in der Karlsbader Struktur
Taktik Matt / Vorteil in 1 Zug
Taktik Matt / Vorteil in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler
Matt in 3 / Vorteil
Kombiecke: Deutsche Ländermeisterschaft in Berlin 2020
Beiträge zur Schachdidaktik 166: Schachdidaktische Modelle 29 – Aaron Alexandre
Schachtaktik Mix 01/2021
Eröffnungsecke: Geheimnisse des Igels Teil 2
Lösungen

JugendSchach

DSJ-Forum

Ausbildung – BarCamp online
Allgemeine Jugendarbeit – Schachokalypse online
Gesellschaft – Nachhaltigkeit im Sport
Gesellschaft – Forum « Safe Sport » 2020
Corona – Lockdown im November, Dezember, Januar
Öffentlichkeitsarbeit –
Jana Schneider zur Netflix-Serie und zum Schach

Titelbild von Anna Ventura auf Pixabay

Schachzeitung JugendSchach Ausgabe 12 2020

„Kaum hat überall der Spielbetrieb in Normalform wieder begonnen, gehen die Coronazahlen in die Höhe und zum Teil wird Panik verbreitet. Ist das schon wieder das Ende des Spielbetriebes?“
So hatte ich mein Vorwort in der letzten Ausgabe begonnen, Tage vor dem Start in die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften in Willingen vom 19.10. – 01.11.2020.
Die DEM konnten wir durchführen, doch schon am nächsten Tag stand wieder vieles still und leider vor allem auch der Amateursport. Lockdown im November. Nur im November?

Die DEM konnte mit den Hygienekonzepten der DSJ und des Hotels in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt durchgeführt werden. Die Sicherheitsmaßnahmen wie die Testpflicht in der zweiten Woche griffen. Doch muss man ehrlich zugeben, hätten wir vor Monaten die Entwicklung der Coronazahlen vorhergesehen, hätten wir die DEM nicht zu dem Zeitpunkt durchgeführt.
So aber war die Disziplin aller Teilnehmenden großartig. Man merkte, alle wollten die DEM und vor allem wollten alle, dass sie erfolgreich durchgeführt und beendet werden konnte.

Ein großes Risiko bleibt bei großen Veranstaltungen trotzdem, weshalb es diese wohl erstmal nicht mehr geben wird. So hat der Vorstand der DSJ beschlossen die Deutschen Vereinsmeisterschaften nicht in der letzten Woche des Jahres durchzuführen. Gesucht wird derzeit nach einem Ausweichtermin im Frühjahr oder Sommer 2021.

Im regionalen Bereich jedoch ließe sich unter Einhaltung der Hygienebedingungen noch vieles organisieren und es ist schade, dass dies nicht versucht werden darf. Wenn man sich jedoch im direkten Umfeld umsieht und leider immer wieder erleben muss, wie selbstverständlich teilweise die einfachsten Regeln gebrochen werden, „da man sich ja nichts vorschreiben lässt“, dann kann man verstehen, dass es zu generellen Einschränkungen kommt. Leider zählt für viele das Allgemeinwohl wenig.

Es ist auch erschreckend, welche Mails mit Angriffen gegen die Verantwortlichen der DSJ bei ihnen eingingen. Mit Hilfe dieser Mails gingen die Schreiber aggressiv gegen die Hygienebestimmungen bei der DEM vor. Coronaleugner gibt es auch im Schachsport, leider.

Als kleines Trostpflaster sei jetzt schon angekündigt, die DSJ wird in der Weihnachtswoche ein alternatives Onlineangebot anbieten.

Dafür und für kommende Turniere, Meisterschaften können die Leser emsig trainieren mit den Inhalten von JugendSchach. Viel Spaß dabei wünscht

Ihr / Euer
Jörg Schulz

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Schach spielen!

Aktuelles

Trotz Corona Deutsche Jugendmeisterschaften erfolgreich durchgeführt

Schachserien

Lernen von den Klassikern: Weiße Geheimnisse in der Karlsbader Struktur 1/2
Taktik Damengewinn / Vorteil, Matt in 1 Zug
Taktik Vorteil / Matt in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsschach
Vorteil / Matt in 4
Kombiecke: Weihnachtsquiz mit Studien von Tigran Gorgiev
Beiträge zur Schachdidaktik 165: Schachdidaktische Modelle 28 – Julius Mendheim
Schachtaktik 12/2020
Lösungen

JugendSchach

DSJ-Forum

Personal – Ausschreibung DSJ Geschäftsführer:in
Fairplay – Fairplay-Botschafter berufen
Wahlen – neuer 1. Vorsitzender der deutschen sportjugend
Dsj-campus „Zukunft – Werte – Sport – Jugend“
Corona – Lockdown im November
Freiwilligendienst – Freiwillige hospitieren bei anderen Verbänden