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JugendSchach Ausgabe 01/2021

Was zu befürchten war, ist leider eingetreten, der Lockdown wird verlängert, verlängert, eventuell sogar noch verschärft. Der Schachsport verlagert sich wieder ins Netz. Leider, denn nicht für alle ist das eine wirkliche Alternative. Und es vermehren sich die Stimmen aus den Vereinen, dass sich Spielerinnen und Spieler abmelden. Droht ein größerer Mitgliederverlust?

Die Gemengelage ist undurchsichtig. Zum einen erfährt Schach einen regelrechten Boom vor allem in der Medienaufmerksamkeit, zum anderen ziehen sich Spielerinnen und Spieler zurück, die am Schach auch das Gesellige, das Miteinander im Verein suchen, und dies ist meist nicht die Leistungsspitze im Verein, sondern der so wichtige Unterbau, ohne den ein Verein nicht leben kann. Hier müssen die Vereine Strategien suchen, wie man den Kontakt trotz Corona aufrechterhalten kann, auch wenn das nicht einfach sein wird.

Die Onlineangebote scheinen eher was für die Leistungsorientierten zu sein. Das sieht man auch an der Onlineliga für Vereine des Deutschen Schachbundes. Die Mannschaftskämpfe sind für Vereine und das Vereinsleben das Kernstück. Für so manchen sind sie im Verein die einzige Aktivität. Schaut man sich hingegen die Beteiligung bei der Onlineliga an, so sieht man schnell, sie kann keine Alternative für die Mannschaftskämpfe sein.

Und doch hat man eine Alternative? Immerhin sind wir in der glücklichen Lage, unseren Sport online ausüben zu können. In den meisten anderen Sportarten sieht es viel dramatischer aus.

Drum sei an dieser Stelle auf viele Aktivitäten im Netz hingewiesen, die überall angeboten und jetzt wieder gesteigert werden. So auch bei der Deutschen Schachjugend, die ein Alternativprogramm zu den verschobenen Deutschen Vereinsmeisterschaften in der letzten Woche des Jahres anbietet, die die online Mädchen- und Frauenangebote wieder hochfährt, die Samstagshow „Du und die DSJ“ auf ihrem Twitch-Kanal wieder aufnimmt, eine Sendung, in der von früheren Meisterinnen und Meistern auf die Deutschen Jugendmeisterschaften zurückgeblickt wird.

Ein besonderes Jahr geht zu Ende, das uns allen viel abverlangt hat. Beim Jahreswechsel nimmt man sich ja immer viel vor, wünscht sich viel. Diesmal wird uns wohl der Wunsch einen, dass dieses Jahr schnell überwunden wird und wir möglichst viel Normalität zurückgewinnen. Dabei muss uns auch klar sein, so wie früher wird es nicht mehr sein.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern trotz alledem ruhige, besinnliche Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ihr / Euer

Jörg Schulz

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