Schachzeitung JugendSchach Ausgabe 06 2017

Schach ist In, sagte zumindest ein ganzseitiger Artikel in der Welt am Sonntag. Und in den letzten Wochen hatte man wirklich den Eindruck. Sogar dass Schach massentauglich ist. Ein Höhepunkt jagte den anderen.

Es fing an mit dem Openturnier in Karlsruhe mit über 1.000 Teilnehmern, in das ein Großmeisterturnier eingebunden war. Zumindest die erste Hälfte. Zu Ende  gespielt wurde es dann am Heimatsitz des Sponsors Grenke in Baden-Baden. Immerhin bescherte uns das Turnier den Auftritt des Weltmeisters Magnus Carlsen.
Fortgesetzt wurde die Geschichte mit den erstmals ausgetragenen Finals der beiden Schachbundesligen, die es gibt, die Schachbundesliga und die der Frauen. Alles an einem Ort in Berlin, alle in einem Saal, alle Partien von den Zuschauern einsehbar, alle Partien gleichzeitig im Netz. Drei Runden wurden den Zuschauern geboten. Über 1.500 Zuschauer kamen und erlebten wirkliche Weltspitze. Besonders aufregend der Sonntag, als für Hockenheim der Ex-Weltmeister Anatoli Karpow am Brett saß und die OSG Baden-Baden mit folgenden vier Spitzenspielern Brett eins bis vier besetzt hatten: Fabiano Caruana, Maxime Vachier-Lagrave, Levon Aronian und Viswanathan Anand. Aber auch die Frauen boten Weltspitze auf! Da wurden viele Selfies gemacht und viele Autogrammjäger waren unterwegs.

Dann schließlich das Schulschachfestival in Hamburg. Neuer Weltrekord. 4.240 Schülerinnen und Schüler saßen für einen Wettkampf am Brett, dem Wettkampf „Rechtes gegen Linkes Alsterufer“. Einem Traditionswettbewerb seit 1958 in Hamburg. Unterdessen ein fester Bestandteil Hamburgs. Dank des Sponsors Barclaycard, der eine gute sechsstellige Summe aufbrachte, konnte dieses Superevent Schach mit Schülern und Schülerinnen von der Grundschule bis zum Abiturjahrgang in der Barclaycardarena in Hamburg durchgeführt werden.

Schach ist In und  kann Massen bewegen. Dieses Wissen und der Glaube daran, sind noch nicht bei jedem angekommen, Bedenkenträger gibt es noch viele. Und so werden die Veranstaltungen leider meist auch von den Verbänden  und vom Bund nicht richtig genutzt um Schach noch mehr in Szene zu setzen. Man könnte rund um die Events so vieles mit Schach und für Schach machen. Aber leider fehlt es meist an Ideen. Die Bundesligaendrunde in Berlin schrie förmlich danach sie zu nutzen um mit der Politik ins Gespräch zu kommen. Leider wurde die Chance vertan wie viele andere auch.

Das nächste Massenevent, dass Bewegung in jeden Winkel der Republik bringt, sind die über die Pfingstwoche stattfindenden Deutschen Jugendmeisterschaften in Willingen. Es werden wieder weit über 1.200 Teilnehmer erwartet. Die offenen Turnierangebote sind nachgefragt, beim Kinderturnier über Pfingsten musste in die Ausschreibung sogar schon eine Teilnehmerobergrenze aufgenommen werden. Denn im Vordergrund sollen gute Spielbedingungen stehen und nicht ein neuer Teilnehmerrekord.

Ich wünsche uns allen noch viele tolle Events, die Schach als modernen Sport zeigen, und viele kreative Funktionsträger, die wissen, wie sie solche Events für den Schachsport nutzen können.

Ihr / Eurer Jörg Schulz

 

 

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