Schachzeitung JugendSchach Ausgabe 11 2019

Ich liebe seit Kinderzeiten die Schlusskonferenzen der Fußballliga im Radio. Das ist Spannung pur, wenn sich die Reporter überschlagen, überall Tore fallen, es hin- und hergeht. Da ist man mitten drin im Geschehen.

So war es auch in der letzten Runde der Deutschen Ländermeisterschaft in Würzburg. Es gab zwei Führende mit Berlin und Sachsen-Anhalt, die punktgleich gegen einander spielten und in Lauerstellung die Mannschaft aus Schleswig-Holstein nur einen Mannschaftspunkt dahinter. Gewinnt Berlin ist alles klar, geht der Spitzenkampf jedoch unentschieden aus, dann kann auch noch Schleswig-Holstein Meister werden. Und zudem mussten alle anderen Kämpfe im Auge behalten werden, denn als Zweitwertung hinter den Mannschaftspunkten kommt die Sonneborn-Berger Wertung zum Zuge. Berlin ging schnell mit 4:1 in Führung. Doch Sachsen-Anhalt kämpfte und konnte ausgleichen. Schleswig-Holstein war zugleich auf der Siegerstraße. Fast mit jedem einzelnen Ergebnis in den zehn Kämpfen wechselte die Führung an der Spitze. Aufgeregt hingen die Fans an ihren Geräten und verfolgten die Livepartien und die Ergebniserfassung. Man fieberte mit, spielte mit, ärgerte sich über ausgelassene Chancen, freute sich über gute Züge. Man war hautnah dabei, egal wo in Deutschland man sich gerade befand.
Gibt es eigentlich noch einen, der sagt, Schach sei langweilig? Der hat das Finale der DLM nicht miterlebt. Am Ende gewann übrigens Berlin, mehr dazu im Heftinneren.

Doch nicht genug gezittert. Es ging weiter mit der Jugendweltmeisterschaft in Indien. Auch da waren die letzten Runden ein echter Nervenkrieg. Zwei deutsche Teilnehmende konnten noch in die Medaillenränge kommen. Am Ende reichte es zwar für Lara Schulze und Valentin Buckels „nur“ für Platz vier, doch spannend und aufregend war es allemal. Und ein vierter Platz auf einer WM in der U18 ist auf jeden Fall ein sehr gutes Ergebnis! Wieder einmal zeigte der deutsche Nachwuchs, er ist in der Weltspitze mit dabei.

Jetzt tritt erstmal etwas Ruhe im Turnierkalender ein. Wenn man davon absieht, dass die Saison der nationalen und regionalen Mannschaftskämpfe wieder begonnen hat und für viele das Ergebnis der eigenen Mannschaften immer noch wichtiger ist als alle überregionalen Erfolge. Und wenn einen das Spitzenschach anlockt, der kann sich auf die Top-Veranstaltung der FIDE in Hamburg vom 04. – 11. November freuen, denn dort ist der FIDE Grand Prix mit der absoluten Weltspitze zu Gast.

Es ist viel los im Schach und das ist gut so!

Für die ruhigen Stunden zwischendurch gibt es dann ja die Zeitung JugendSchach mit dem umfangreichen Trainingsmaterial.

Wie immer wünsche ich anregende Stunden mit JugendSchach und grüße alle herzlich.

Ihr / Euer
Jörg Schulz

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