Schachzeitung JugendSchach Ausgabe 12 2018

Das sind aufregende Wochen für uns Schachspieler, in denen man kaum hinterherkommt, so viele Höhepunkte jagen einander.

Da war zum einen in Dresden die erste Weltmeisterschaft für Mannschaften der Schachspieler mit Beeinträchtigungen. Drei Weltmeisterschaften im Einzel hatten die rührigen Dresdner Organisatoren in den letzten Jahren schon organisiert, nun trauten sie sich mit ihrem Schatz an Erfahrungen an eine Mannschaftsmeisterschaft heran. Und deutsche Teams waren mit am Start, darunter auch eine Jugendmannschaft, die auch prompt in der Kategorie Jugend den WM-Titel holte. Doch das eigentlich wichtige an der Veranstaltung ist das, was der deutsche Betreuer Andreas Vinke schreibt:
„Schach ist ein wunderbarer Sport und gerade wir haben die Möglichkeit, behinderten Sportlern – insbesondere auch Kindern und Jugendlichen – ein Stück Normalität zu vermitteln, was zur Ausbildung eines gesunden Selbstbewusstseins beiträgt. Diese Möglichkeit sollte zukünftig noch stärker ausgeschöpft werden – darin waren sich Thomas Luther und der Berichterstatter in Gesprächen einig.“
Die nächste Mannschafts-WM für Menschen mit Beeinträchtigungen findet in Dresden in zwei Jahren statt. Nutzen wir sie noch intensiver, wie Thomas Luther fordert!

Der nächste Höhepunkt folgte mit einem weiteren Erfolg. Die Jugendweltmeisterschaften in den Altersgruppen U14 – U18. Viele heiße Eisen hatte der Deutsche Schachbund am Start und eine kam durch. Annmarie Mütsch sicherte sich den WM Titel in der Kategorie U16w. Schon wieder ein Titel für den Nachwuchs. Ein toller Erfolg. Wir gratulieren allen herzlich!

Dann die Einzelmeisterschaft für Frauen. Leider schied die deutsche Nr. 1 Elisabeth Pähtz schon in der ersten KO-Runde aus und konnte ihren Weg nach oben nicht mehr so gradlinig fortsetzen. Schon bei der Schacholympiade hatte es einen Knick gegeben, nachdem sie gerade erst in die absolute Weltspitze des Frauenschachs vorgedrungen war.

Doch nicht genug. Fast zeitgleich mussten die Kleinen ran. Weltmeisterschaften der Altersgruppen U8 – U12. Zum jetzigen Zeitpunkt beim Schreiben dieser Zeilen war noch nichts entschieden.
Genauso wie beim anstehenden WM Kampf in London zwischen der Nr. Eins und der Nr. Zwei des Weltschachs. Das wird ein echter Schachhöhepunkt, bei dem die Experten nicht sicher sind, wer gewinnt, Carlsen oder Caruana.
Ich hoffe, die Leser finden überhaupt noch Zeit sich in die neue Ausgabe zu vertiefen und können sich von den Bildschirmen für einen Moment lösen.

Damit man sich auch auf das kommende Jahresendzeitereignis einstellen kann, gibt es in dieser Ausgabe wieder das beliebte Weihnachtsquiz von und mit Uwe Kersten. Viel Glück beim Lösen und viel Spaß beim Schach.

Ihr / Euer

Jörg Schulz

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