JugendSchach Ausgabe 04/1998

Länderergebnisse und mehrere Partiekommentare von Jugendlichen, die von ihren internationalen Einsätzen berichten, das sind die Schwerpunkte dieser Ausgabe.

Vom 1. Vorsitzenden Georg Söllner des Schachvereines Stockenhausen-Frommern erhielten wir einen Leserbrief, der versöhnlich endet, ,,ansonsten sind Inhalt, Gestaltung und Druck gut“, im übrigen Teil aber recht kritisch mit JugendSchach umgeht.

Einen heiklen Punkt hat Georg Söllner angesprochen. Er kritisiert die etwas zu hochtrabende, komplizierte Sprache manches Berichterstatters, vor allem aber der Kommentatoren vieler Partien und der Verfasser der Lehrserien. ln diesem Heft sind diese Probleme wieder ganz offensichtlich: Dimitri Bunzmann kommentiert schon meisterlich mit vielen Fachbegriffen und Symbolen, wie der erfahrene Spieler sie aus den Informatoren und anderen Quellen kennt: Leider aber ist dies nicht bei allen Lesern der Fall. Ganz anders da Dimitri Boutko, der sich die Mühe gemacht hat, mit viel Text und einfachen Aussagen die Partie und die Gedankengänge beim Spiel zu erklären.

Da wir das Prinzip haben, an den Partien der Jugendlichen wenig zu ändern, ist es schwierig, an diesem Punkt einzugreifen. Hier und da wird korrigiert, ein erklärender Text eingebaut. Aber verändern wollen wir die Kommentare eigentlich nicht. Nur leider lernen die Jugendlichen auch nicht, Partien richtig gut zu kommentieren und zu analysieren. Sie arbeiten mit vielen Schlagworten und rettenden Symbolen, statt sich die Mühe zu machen, wirklich die Gedankengänge freizulegen. Wir haben dies besonders schmerzlich beim Kaderlehrgang im Februar in Friedrichroda erfahren müssen, als viele der eingereichten Partienkommentare schlecht waren. Uns ist das Problem bewußt und wir überlegen, wie er es in den Griff bekommen können.

Ein anderer Kritikpunkt war die immer gleiche Farbe des Einbandes pro Jahrgang. Das ist bewußt gemacht worden, um die Jahrgänge von einander zu unterscheiden, aber natürlich macht auch ein Monatswechsel Sinn, aber wir werden keine Änderung im Laufe des Jahres vornehmen. Kritisch gesehen wurde auch, daß im gleichen Heft Aufgaben und Lösungen aus dem Lehrteil zu finden sind. Diese Frage wird man nie einvernehmlich lösen können. Die einen wollen nicht warten bis zum nächsten Heft, die anderen finden es ärgerlich, daß im gleichen Heft die Lösungen zu finden sind. Wir werden unseren Kombifuchs noch mal befragen.

Vielen Dank an Georg Söllner für die kritischen Passagen, wir brauchen sie, um immer mal wieder über den Blick aus dem Leserkreis unsere Arbeit kritisch zu hinterfragen. Man ist ja so leicht mit dem zufrieden, was man regelmäßig macht…

Doch nun wünsche ich Euch viel Freude beim Lesen, wie immer mit herzlichen Grüßen

Ihr / Euer Redakteur, 1. Vorsitzender der DSJ

Jörg Schulz

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