Schachzeitung JugendSchach Ausgabe 06 2020

Ich hoffe alle sind gesund, in diesen Zeiten das Wichtigste! Alles andere steht dahinter zurück.
Die Pandemie hat uns fest im Griff, vor allem den Schachsport. Können sich einige Freizeitsportarten freuen, dass es bei ihnen wieder losgeht, so kann bei uns höchstens auf den Großfeldschachanlagen in Parks gespielt werden, da hier zumindest der Abstand gewahrt ist. Bis wir aber den normalen Spielbetrieb wieder aufnehmen können, außerhalb der Familie, das wird dauern.

Doch der Schachsport lebt. Und wie! Ganz neue Möglichkeiten ergeben sich. Im Mädchen- und Frauenbereich muss man nicht mehr von einer Karriere als Nationalspielerin träumen! Nur eine kurze Mail an maedchenschach@deutsche-schachjugend.de und schon ist man es. Nach dem Auftaktländerkampf Deutschland gegen eine Auswahl der Schweiz und Österreich, haben sich jetzt zehn europäische Länder zusammengefunden, um an zwei Donnerstagen im Mai einen Sieger zu ermitteln. Das Onlineschach macht es möglich. Oder die Ländermeisterschaften der Schachjugenden online. Völlig neue Formate entstehen. Das Schachtraining wird vielfältig online angeboten. Ein echter Spielbetrieb hat sich entwickelt. Viele, viele sind sehr kreativ.
Und nicht zu vergessen, was der Weltmeister Magnus Carlsen auf die Beine stellt. Das läuft der FIDE, dem Weltverband, den Rang ab. Millionen schauen weltweit zu, wenn die Topelite am Brett sitzt.

Aber nicht alles läuft rund. Viele Veranstalter von Turnieren, Meisterschaften mussten viele bange Stunden damit verbringen aus den Verträgen mit Hotels, Jugendherbergen, Veranstaltungsräumen heraus zu kommen. Oftmals konnte man sich gütlich einigen. Aber es gibt auch Fälle, in denen gnadenlos mit Stornierungsrechnungen gedroht wird. So erging es dieser Tage auch einem Ausrichterverein der Deutschen Schulschachmeisterschaften. Eine sechsstellige Rechnung stand im Raum und konnte nur knapp abgewehrt werden.

Bleibt nur zu hoffen, dass die betroffenen Vereine und Funktionsträger ihre Lust am Organisieren nicht verlieren und immer noch dabei sind, wenn es wieder losgeht.

Den Leserinnen und Lesern wünsche ich bis dahin viel Spaß bei den vielen Onlineangeboten, beim Spiel im Privaten, beim Training. Vor allem aber weiterhin Geduld und Gesundheit.

Und natürlich viel Spaß und lehrreiche Stunden mit der neuen Ausgabe unserer Zeitung JugendSchach!

Ihr / Euer
Jörg Schulz

 

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