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JugendSchach Ausgabe 11/2011

Es ist wieder die Zeit der internationalen Jugendmeisterschaften angebrochen. Es beginnt mit der Europameisterschaft, gefolgt von der Weltmeisterschaft. Deutschland ist immer mit einer großen Delegation vertreten, was bewusst gefördert wird vom Verband, denn bei diesen Turnieren kann man wichtige Erfahrungen sammeln und etwas für die eigene Motivation tun, so heißt es.

Gleichsam beginnt aber auch wieder die Zeit der Kritik an den Leistungen des deutschen Nachwuchses, der einer großen Schachnation so nicht entspricht, wie man zu hören bekommt. An den Trainern liegt es. Zu schlecht bezahlt werden sie, und unter ihnen sind zu wenige Titelträger.

Bei letzterem Argument frage ich mich dann immer, ob man besser arbeitet mit den Jugendlichen, wenn man mehr Geld bekommt, und wer eigentlich die Trainer ausbildet? Ist es nicht der Verband, der dies tut? Wenn also die Qualität der Trainer so schlecht sein soll, ist dann nicht eigentlich die Ausbildungsarbeit des Verbandes infrage zu stellen, wo doch der Verband darauf achtet bei der Nominierung der Trainer bei EM und WM, dass dies A-Trainer sind, also von ihm ausgebildete?

In diesem Heft hat der A-Trainer Bernd Rosen, immerhin vom DSB vor einigen Jahren als Trainer des Jahres ausgezeichnet, das Abschneiden der Teilnehmer des DSB gewürdigt und verschiedene Partien kommentiert. Und in seinem Artikel finden sich auch einige Bemerkungen zum Leistungsvergleich und zur Erwartungshaltung an Ergebnisse, die zu erzielen sein müssten. Ich finde einige nachdenkenswerte Gedanken, weshalb ich sie hier im Vorwort gleich noch mal abdrucke:

„Prognosen (bei EM und WM) sind äußerst schwierig zu treffen, da die ELO-Zahlen noch nicht einmal annähernd die reale Spielstärke spiegeln. In vielen Ländern insbesondere Osteuropas werden deutlich weniger Turniere bei der FIDE zur Auswertung angemeldet als es bei uns der Fall ist. Das führt dazu, dass Spieler aus diesen Ländern oft weit stärker spielen, als es ihre Zahl andeutet. Hinzu kommt der Umstand, dass in starken Schachnationen die Konkurrenz deutlich stärker ist und Teilnehmer an der Jugendeuropameisterschaft oft wesentlich mehr Turnierhärte mitbringen – sie kämpfen wirklich bis zur „letzten Patrone“.

Nun schauen wir gespannt auf die kommende Weltmeisterschaft in Brasilien. Ich zumindest wünsche allen ein schönes Turnier und mögen ihre Erwartungen und Hoffnungen in Erfüllung gehen und nicht nur die der anderen!

Viel Spaß und Freude an diesem Heft wünscht allen
Ihr / Euer Jörg Schulz

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